Es ist eigenartig, man sieht sich 12 Jahre nicht, denkt kaum an den anderen und plötzlich findet man sich wieder.
Es war der schönste Moment in meinem Leben, ich sah dich wieder und wusste, dass du es sein musst. Du warst dir damals aber noch nicht im klaren, was mit uns passieren wird.
Dann trafen wie uns alleine, wir kamen uns näher, erst unsere Hände, dann die Köpfe. Ich berührte langsam deinen Bauch und schaute dich immer wieder dabei an. Doch du schautest nicht zurück.
Du warst lieber damit beschäftigt mich zu erschrecken. Als der Film zu Ende war, schoben wir den nächsten rein, aber dann war’s aus. Auf einmal war der Film nicht mehr interessant. Wir fingen an uns zu Küssen, zogen uns aus und kamen uns noch viel viel näher. Den Moment danach werde ich niemals vergessen. Als wir auf der Couch saßen, unsere Köpfe aneinander lehnten und wir einfach nur schwiegen. Das war ein weiterer perfekter Augenblick. Und genau in diesem Augenblick habe ich mich in dich verliebt. In deine Augen, deinen Mund, deinen Geruch und in deinen Körper, alles war so vertraut und herzlich, es musste einfach klappen.
Dann trafen wir uns immer öfter, gingen ins Kino oder trafen uns mit deinen Freunden und wir mussten nie alleine nach Hause gehen.
Kannst du dich noch an den Abend bei Christian erinnern? Als wir zu mir nach Hause liefen? Du mich küsstest und wir im Gras landeten? Das war auch ein toller Moment, bis auf die Brennesseln, es juckte so unglaublich, aber es war unwichtig, denn du warst in meiner Nähe.
Danach wurde es immer mehr, wir trafen uns nicht nur am Wochenende, sondern auch in der Woche. Ich hab öfter bei dir geschlafen. auch wenn du arbeiten musstest. Es ist schön mit dir einzuschlafen.
Dann kam der Tag an dem zu umgezogen bist, es war sehr stressig, denn ich hatte deiner Mutter schon geholfen. Aber das schöne war, ich musste nicht nach Hause, ich durfte bei dir bleiben und die erste Nacht in deiner eigenen Wohnung mit dir zusammen verbringen.
Doch dann riefst du mich Samstag an und wolltest, dass ich dich abhole. Du wolltest nach Markendorf, denn du hattest dir die Nase gebrochen. Ich war dann so nervös und wasste gar nicht so richtig was ich zuerst machen sollte.
Nachdem wir dann endlich beim Arzt fertig waren, führen wir zu Christian und wollten was mit deinen Freunden machen. Und schon begrüßte uns eine alte Frau, ich hatte schon wieder angst um dich, denn sie war psychisch krank. Doch endlich bei Christian angekommen, fingen alle wieder an zu nerven, sie fragten mich ob wir nun zusammen sind oder nicht. Doch diesmal sagte ich nur "fragt Becks" und dass tat einer dann auch und was dann passiert war toll. Du kamst zu mir und sagtest "wenn dich nochmal jemand fragt ob wir zusammen sind, kannst du ruhig 'ja' sagen." Glaub mir, seit diesem Moment bin ich der glücklichste Mensch auf der Welt.